| Ein Schüler berichtet: Die Studienfahrt unseres Englischleistungskurses führte uns nach Nefyn in Wales. Sie stand unter der Leitung von Frau Priewe, als Begleitperson war Herr Müller mit gefahren. Alles begann am 20. September 2002 um 6.00 morgens. Fast alle waren pünktlich (sogar der Busfahrer), nur eine gewisse Person fehlte. Diese gewisse Person traf um 6.40 Uhr dann auch ein und wir konnten uns auf den Weg machen. Natürlich wurde mit Taschentüchern den traurigen Eltern gewunken. In Calais angekommen stellten wir fest, dass wir die gebuchte Fähre ganz knapp verpasst haben. Einige entschlossen sich, die Zeit am "Sauf Service" zu verbringen. Spät in der Nacht kamen wir dann in Nefyn an. Erschöpft kümmerten wir uns um die Bettenverteilung in den mehr bis weniger luxuriösen Ferienhäusern. Am Samstag trafen wir uns, um einen kleinen Hügel zu besteigen; dieser entpuppte sich jedoch als ein ziemlich anstrengender. Vorher waren wir in einer urtypischen anglikanischen Kirche ohne Licht und Schnörkel. Der Busfahrer, der sich als ein lustiger Bursche mit Kalauern ohne Ende erwies, machte sich währenddessen auf die Suche nach einer UTA Tankstelle, da seine Tankkarte nicht überall akzeptiert wird. Sonntag führte uns der Weg nach Caernarfon in das Schloss, in dem Prinz Charles zum Prince of Wales gekrönt wurde. Anschließend besuchten wir die Bahnstation des Ortes mit dem längsten Namen der Welt: "LLANFAIRPWLLGWYNGYLLGOGERYCHWYRNDROBWLLLLANTYSILIOGOGOGOCH"!!! Was die Waliser doch alles aussprechen können...! Insgesamt müssen die Waliser Sprachkünstler sein, denn viele Worte dort haben keinen Vokal, zum Beispiel das walisische Wort für Bier. Unglaublich! Danach ging es zu einer kleinen Hafenstadt, die uns sehr an Eastbourne erinnerte, da es auch hier ein Peer mit unglaublich vielen Möglichkeiten zum Geld verzocken gab. Abends besuchten wir einen ansässigen Pub, und machten dort sofort Bekanntschaft mit einem sehr betrunkenen Waliser. Der Montag war wohl der anstrengendste Tag der Fahrt: Wir bestiegen den Snowdown, der ganze 1085 Meter über den Meeresspiegel ragt. Die insgesamt 7 Stunden lange Wanderung war sehr anstrengend. Manche erlitten Todesängste beim Abgang, als Herr Müller eine Abkürzung nahm, die nur ein "bisschen steil" ist. Mission UTA-Tankstelle ist auch in diesen mehreren Stunden gescheitert. Am Dienstag unternahmen wir eine sehr teure Bahnfahrt mit einer Einschienenbahn. Aufgrund der dafür bezahlten 112£ war Schlafen strengstens verboten. Die danach besichtigte Schiefermine war dafür um einen Großteil günstiger. Unglaublich aber wahr: Drei Mutige des Kurses sind am Dienstag, den 24. September, in den kalten Wellen der irischen See schwimmen gegangen. Mittwoch war ein sehr schöner Tag. Wir verbrachten ihn in Liverpool, obwohl einige sich doch eher die kleinere, aber dafür sehenswertere Stadt Chester angesehen hätten. Die Mehrheit hat sich aber für Liverpool ausgesprochen. Nach 2 Stunden Fahrt endlich angekommen, sparte Frau Priewe keine Kosten und Mühen und eilte sofort in das Beatles Museum. Die übrigen 16 Schüler haben sich in der Einkaufsstraße vergnügt. Man stellte jedoch schnell fest, dass alles ziemlich teuer gegenüber den deutschen Preisen war. Trotzdem waren einige Schnäppchen zu machen und Andenken wurden gekauft, auch wenn es nur ein rosa Gürtel war! Ebenfalls ist die Definition eines Döner-Kebaps noch nicht in Nordengland angekommen. Im Gegensatz dazu waren aber die Fans des FC Basel zahlreich angekommen, die einen Sieg gegen den FC Liverpool forderten. Das Ergebnis 1:1 erfuhren wir am nächsten Tag in der Sun. Nach diesem anstrengenden Tag waren wir alle froh, als wir uns zum vereinbarten Treffpunkt trafen und wieder Richtung Nefyn fahren konnten. An unserem letzten Tag wollten wir nur einen kurzen Ausflug machen, da wir ja noch aufräumen, putzen und packen mussten. Aber es wurde doch alles etwas länger! Zuerst besuchten wir einen kleinen Ort an der Küste mit schönem Strand. Sogar die zahlreichen Strand- und Surfergeschäfte waren noch geöffnet. Anschließend ging es wieder zum Wandern. Wir sahen uns die Halbinsel Anglesey an, und Herr Müller forderte die Mutigen des Kurses auf, eine spannendere Wanderung mit ihm zu unternehmen. Diese Wanderung übertraf den Abstieg des Snowdown um einiges und sogar die etwas Mutigeren waren froh, als sie wieder im Bus saßen. Am Abend fand die Abschiedsfeier im Haus der Lehrer statt. Die Stimmung war gut und Herr Müller bezirzte uns mit typischen englischen Volksliedern. Nach der Feier ging es für den Großteil des Kurses noch in unser Haus, denn uns reichte der Schlaf von 1 Uhr bis halb 4! Alles in allem war es eine sehr gelungene und sehr schöne Fahrt, die hoffentlich noch länger in den Köpfen der Beteiligten bleiben wird! Th. J. ;-)) |
Sprachstudien .....
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