Vorlesewettbewerb 2026: Pauline vertritt Dortmund erfolgreich in Bochum
Ein kurzer Moment Stille, dann beginnt Pauline Jaschinski zu lesen. Mit wenigen Sätzen entsteht eine Szene, die sofort trägt. Eine Schülerin namens Priya, die plötzlich nicht mehr lügen kann, ein absurdes Gespräch mit der Lehrerin, und ein Publikum, das gespannt und amüsiert zuhört.

Was beim Kreisentscheid in Dortmund begann, setzte sich auf Bezirksebene eindrucksvoll fort. Pauline aus der 6e gehörte auch in Bochum zu den überzeugendsten Stimmen des Wettbewerbs.
Beim Kreisentscheid in der Thalia Mayerschen Buchhandlung in Dortmund trat Pauline gegen die besten Leserinnen und Leser der Dortmunder Schulen an und setzte sich am Ende gegen 13 andere Schulsiegerinnen und Schulsieger durch.
Mit einem Auszug aus „Crazy Family. Die Hackebarts räumen ab.“ von Markus Orths traf sie genau den richtigen Ton. Humorvolle Dialoge, präzises Timing und lebendige Figuren machten den Vortrag besonders. Selbst eine kurze gesungene Passage fügte sie selbstverständlich in die Szene ein. Das Publikum reagierte spürbar mit.
Auch beim unbekannten Text überzeugte sie. Sie las die Perspektive eines eher zurückhaltenden Jungen, der rätselhaften Botschaften folgt, ruhig und konzentriert. Die Stimmung wechselte deutlich, und Pauline nahm diesen Wechsel sicher auf.
Starker Auftritt beim Bezirksentscheid
Am Sonntag, den 12. April 2026, fand der Bezirksentscheid in Bochum statt, erneut in einer Filiale von Thalia. Elf Teilnehmende gingen an den Start.
Pauline entschied sich diesmal für den Roman „Karma Girl. Das Mädchen, das nicht lügen konnte“ von Radhika Sanghani.
Das Buch hatte sie zuvor nicht gekannt. Im Vorfeld ließ sie sich bei einer Buchhändlerin beraten und wählte aus mehreren Vorschlägen gezielt diesen Titel aus. Die Geschichte überzeugte sie schnell.
Die von ihr gewählte Passage spielt im Unterricht. Aus einer zunächst harmlosen Situation entwickelt sich ein spürbarer Konflikt. Die Hauptfigur spricht ungefiltert aus, was sie denkt, und bringt sich damit zunehmend in Schwierigkeiten. Pauline gestaltete diesen Moment differenziert. Sie wechselte sicher zwischen komischen und angespannten Passagen und ließ die Dynamik der Szene klar hervortreten.

Stark in beiden Runden
In der zweiten Runde stellte sich Pauline zudem einem unbekannten Text aus „Wunder“ von R. J. Palacio.
Auch hier zeigte sie erneut, wie schnell sie sich auf neue Figuren einstellen kann. Ihr Vortrag war ruhig, klar strukturiert und sensibel im Ausdruck.
Knappes Ergebnis, bleibender Eindruck
Am Ende entschied die Jury sehr knapp. Zwei andere Teilnehmende wurden ausgezeichnet. Pauline verpasste den Sieg nur um wenige Punkte.
Die Rückmeldungen aus dem Publikum machten jedoch deutlich, wie überzeugend ihr Vortrag wahrgenommen wurde. Pauline hat gezeigt, dass gutes Vorlesen mehr ist als fehlerfreies Lesen. Es geht darum, Texte zu verstehen, Figuren hörbar zu machen und Geschichten lebendig werden zu lassen.
Wir gratulieren herzlich zu dieser starken Leistung und freuen uns mit Pauline über ihre Erfolge, und dass sie das BBG beim Vorlesewettbewerb so engagiert vertreten hat.
