Projekttage am BBG: Tu Du’s für eine bessere Zukunft
Wie können wir gemeinsam die Welt ein Stück besser machen? Mit dieser Frage starteten die Projekttage am Bert-Brecht-Gymnasium – und im Mittelpunkt standen dabei die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (https://17ziele.de/). Unter dem Motto „Tu Du’s für eine bessere Zukunft“ wählten die Schüler:innen Projekte, die globale Herausforderungen ganz konkret und lokal umsetzen: ob im Bereich Klimaschutz, Armut, Bildung oder soziale Teilhabe.
Die Ergebnisse dieser engagierten Projektarbeit zeigen, dass Veränderung im Kleinen beginnt – und dass jede gute Idee ein Anfang sein kann.
Hier geben wir euch ein paar Einblicke in die Projektarbeit. Außerdem haben wir auf Instagram/ TikTok bereits berichtet und werden natürlich auch in der nächsten Bertis Break (kommt, wie immer, zum Weihnachtsbasar Ende November raus) einige Beiträge dazu haben.
Mit Herz und Hand: Unterstützung für das Gasthaus Dortmund

Ein Projektteam setzte sich mit dem Alltag obdachloser und bedürftiger Menschen auseinander – und engagierte sich direkt vor Ort: beim Gasthaus in Dortmund, einer Einrichtung, die Menschen in schwierigen Lebenslagen mit Mahlzeiten, Kleidung und menschlicher Nähe unterstützt.
Die Schüler:innen packten mit an, halfen beim Frühstücksservice, sortierten Kleiderspenden in der Wäschekammer und führten Gespräche mit den Mitarbeitenden. Besonders eindrucksvoll war für viele, wie wichtig Wertschätzung und praktische Hilfe für die Gäste des Gasthauses sind.
Doch damit nicht genug: Um die Arbeit des Gasthauses auch finanziell zu unterstützen, sammelte das Projektteam Spenden im Supermarkt, sprach Passant:innen an und informierte über die Aktion. Zusätzlich wurde ein Kuchenverkauf in der Schule organisiert – mit Erfolg.
Nachhaltig reisen – mit Muskelkraft und Zelt

Wie kann man klimafreundlich unterwegs sein und trotzdem etwas erleben? Die Projektgruppe „Nachhaltig Reisen mit dem Fahrrad“ hat eine Antwort gefunden – und sie gleich in die Tat umgesetzt.
Mit insgesamt 19 Schüler:innen ging es direkt vom BBG aus per Fahrrad auf eine rund 50 Kilometer lange Tour zum Campingplatz Naturpott Borkenberge. Bei bestem Wetter wurde geradelt, geschwitzt, gelacht – und am Ziel angekommen erstmal gebadet.
Nach dem Aufbau des Zeltlagers wurde gemeinsam gekocht, gespielt und der Abend in entspannter Atmosphäre verbracht. Am nächsten Morgen stärkte sich die Gruppe beim Frühstück im Camp, bevor es – auf einer anderen Route – nach einer erlebnisreichen Nacht wieder zurück zum BBG ging.
Das Projekt verband Bewegung, Gruppenerlebnis und einen bewussten Umgang mit Mobilität – und zeigte, dass nachhaltiges Reisen nicht nur möglich, sondern auch richtig schön sein kann.

Verschwörungstheorien, Rechtsextremismus und Aliens in der Erde?
Das Projekt „Lebenswelt Rechtsextremismus“ und ihr Planspiel
– ein Bericht von Amina Ose
Richtig gehört! Aliens unter der Erde verursachen Erdlöcher. Das klingt und ist natürlich nicht wahr, aber für andere Menschen vielleicht schon, denn es gibt viele Menschen, die solche Verschwörungstheorien glauben und dafür kommt der Projektkurs: „Lebenswelt Rechtsextremismus“ zur Stelle.
In diesem Projektkurs lernten wir, was es mit den Verschwörungstheorien auf sich hat, warum so etwas verbreitet wird und was es mit Rechtsextremismus zu tun hat. Wie schon erwähnt, war ein Teil des Projektes ein Planspiel, um ein besseres Verständnis dafür zu entwickeln. In diesem Planspiel wurde eine Debatte aus unterschiedlichen Parteien geführt und dabei wurden Meinungen bzw. Thesen gegenübergestellt, die teils recht unglaubwürdig wirkten.
Und hinter diesen verrückten Theorien steckt oft mehr, als man denkt – nämlich gezielte Desinformation, Angstverbreitung und am Ende sogar rechtsextreme Ideologie. Durch dieses Spiel sollten wir lernen, warum Menschen an so etwas glauben, welche Mechanismen dahinterstecken – und wie Rechtsextreme solche Geschichten nutzen, um ihre Botschaften zu verstecken.
Spaßfaktor hatte das Ganze trotzdem. Gerade weil das Thema sonst oft trocken oder beängstigend wirkt, war der spielerische Zugang ein echter Pluspunkt. Sogar für mich als Besucherin war es schon ein recht spannendes Spiel. Vieles war zum Lachen – und manches auch erschreckend realistisch. So wurde klar: Diese Theorien sind nicht einfach nur Spinnerei im Internet. Sie können echte Auswirkungen haben.
Dass der Kurs Teil der Nachhaltigkeitswoche war, hat übrigens Sinn ergeben. Denn eine nachhaltige Gesellschaft braucht mehr als Umweltschutz, woran die meisten beim Begriff „Nachhaltigkeit“ denken: Sie braucht Demokratie, Zusammenhalt und kritisches Denken. Wer Verschwörungstheorien durchschaut und sich gegen rechtsextreme Ideologie stellt, trägt seinen Teil dazu bei.
Am Ende blieb vor allem eins hängen: Nicht alles glauben. Selber denken. Und vor allem – Haltung zeigen.
Raus aus der Schule, rein ins Erlebnis
Das Projekt „LernDort“ führte zu drei spannenden Lernorten in Dortmund – ins Welthaus, ins Regenbogenhaus im Westfalenpark und ins Deutsche Fußballmuseum. Überall warteten Mitmachaktionen, die Wissen und Spaß verbanden. Am Ende zog die Gruppe Bilanz, welche Orte sich auch für künftige Ausflüge besonders lohnen.

Hier findest du noch mehr zu den Projekten ↓
Post vom Oberbürgermeister Herrn Westphal
Bericht über das Projekt „Sichere Radwege zur Schule“
Katharina Maria Oecking und Meda Gibbisch haben den folgenden Bericht an den Oberbürgermeister der Stadt Dortmund, Thomas Westphal, gesendet
Wir haben uns in der Projektwoche damit beschäftigt, Fahrradwege in Dortmund abzufahren und es hat uns wirklich viel Spaß bereitet. Allerdings sind uns einige Sachen aufgefallen, die uns verbesserungswürdig erscheinen. Zum Beispiel auf dem Radweg von Lütgendortmund zur Schule: Da gibt es an der Dellwiger Straße im Wald sehr viele Schlaglöcher, bei denen sich bestimmt schon viele Leute das Fahrrad beschädigt haben oder sogar gestürzt sind. Allgemein finden wir allerdings diesen Radweg sehr gut, da dort nur Radfahrer und Fußgänger unterwegs sein dürfen. Des Weiteren gibt es „Am Nocken“ mehrere Wurzeln, die aus dem Boden ragen und eine „hervorragende“ Stolperfalle bilden. Ein paar Meter weiter muss man, um dem Fahrradweg zu folgen, über die Straße und über einen Bahnübergang gehen. Das ist auch nicht radfahrfreundlich. Auf der „Westricher Straße“ endet der Radweg einfach irgendwann und man ist gezwungen, plötzlich auf der Straße zu fahren.
Auf der wichtigsten Straße aus Lüdo zur Schule, der „Lütge Vöhde/ Hangeneystraße“, war einfach kein Fahrradweg, stattdessen müsste man durch den Wald fahren, was im Winter wegen des matschigen Weges nicht toll ist und zudem gefährlich, weil es dort keine Beleuchtung gibt.

Dass ein solches Projekt auch etwas bewirken kann, zeigt die Antwort unseres Oberbürgermeisters, denn sie weckt die Hoffnung, dass einige der Mängel wirklich behoben werden.

Clean Up – unsere Schule wird sauberer
(Projekttage 2025 – Tu Du’s für eine bessere Zukunft)
Weniger Müll, mehr Verantwortung: Unter diesem Motto engagierte sich das Projektteam „Clean Up“ für ein saubereres Schulgelände – und das mit sichtbarem Erfolg.
An eineinhalb Tagen sammelten die Schüler:innen gründlich Müll auf dem gesamten Schulhof, in Ecken, Beeten und unter Bänken. Doch das Projekt blieb nicht bei der praktischen Arbeit stehen: In der zweiten Hälfte ging es um langfristige Lösungen.
Gemeinsam wurden Ideen entwickelt, wie Ordnung und Sauberkeit dauerhaft verbessert werden können – etwa durch einen Pickdienst, durch Müllwächter:innen oder durch klare Verantwortlichkeiten in den Pausen. Außerdem wurden die Müllschilder in allen Klassen der Jahrgänge 5 bis 8 erneuert, damit die Mülltrennung noch besser klappt.

Warum? Neben einem besseren Lebensraum für uns alle, wird durch die Müllentsorgung natürlich auch dem Schädlingsbefall vorgebeugt und vermieden, dass Plastikpartikel oder sogar Giftstoffe in unser Grundwasser gelangen. Am besten ist natürlich, möglichst wenig zu den Müllbergen beizutragen.

Lieblingsstücke statt Wegwerfmode
Nicht weg damit, sondern neu gestylt in den Kleiderschrank! - ein Bericht von Amina Ose
Mode muss nicht neu sein, um sie tragen zu können. Sie muss auch nicht abgerissen und dreckig aussehen, um sie zu entsorgen, sie braucht nur ein Umstyling! – das beweist das Projekt „Lieblingsstücke statt Wegwerfmode“, das im Rahmen der Nachhaltigkeits-Projektwoche an unserer Schule entstanden ist. Hier dreht sich alles um die Frage: Wie können wir verantwortungsvoller mit Kleidung umgehen? Und dafür hat unsere Schule eine nachhaltige Antwort parat:

Statt ausrangierte Kleidungsstücke einfach in die Tonne zu werfen, haben Schülerinnen und Schüler eine kreative Alternative geschaffen: Einen selbst organisierten Flohmarkt von Schülern für Schüler. Dort wird Kleidung nicht nur weitergegeben, sondern auch neu gestaltet, aufgewertet und ihnen eine zweite Chance gegeben – ganz im Sinne des Upcyclings.

Die Idee dahinter ist einfach: Viele Kleidungsstücke sind noch völlig in Ordnung, passen vielleicht nicht mehr zum eigenen Stil oder liegen seit Monaten ungenutzt im Schrank. Im Projekt wurden solche Teile gesammelt, verschönert, umgenäht oder mit Stoffresten kombiniert – und so in echte Lieblingsstücke verwandelt.
Doch nicht nur die Kleidung selbst ist individuell: Auch das Drumherum ist selbst gemacht – von den bunten Plakaten über die Kleiderbügel bis zur Flohmarkt-Deko. Das Projekt zeigt: Nachhaltigkeit kann kreativ, bunt und spaßig sein.

So wird auf eine ganz praktische Weise vermittelt, dass Mode auch anders geht – ohne ständig Neues zu kaufen. Wer Kleidungsstücke weiterverwendet oder umgestaltet, schont Ressourcen, vermeidet Müll und trägt dazu bei, unsere Umwelt zu entlasten. Seid ihr interessiert daran, die Kleidungsstücke zu sehen oder sie vielleicht zu kaufen? Dann hab ihr jeden ersten Mittwoch im Monat die Chance, sich die Kleidung anzusehen und ein Lieblingsstück unter den vielen zu finden! Mehrere Infos findet ihr bei den Plakaten, angehängt im Schulgebäude.
„Lieblingsstücke statt Wegwerfmode“ ist also viel mehr als ein Flohmarkt – es ist ein starker Ausruf für mehr Nachhaltigkeit in unserem Alltag.

Am Ende entstand der eigene BBG-Flohmarkt voller Unikate und Lieblingsstücke für jeden Geschmack!

Träum dich weg
Einfach mal loslassen – das konnten die Schüler:innen im Projekt „Träum dich weg“. Mit Traumreisen und Yogaübungen ging es auf eine kleine Reise zu mehr Ruhe und Gelassenheit. Besonders spannend war, dass die Gruppe nicht nur an Traumreisen teilnahm, sondern auch eigene entwickelte. Ein Projekt, das den Alltag leichter und entspannter macht. Im Mittelpunkt dieses Projekts stand das eigene Wohlbefinden: Die Gruppe übte Entspannungsmethoden wie Autogenes Training oder Muskelentspannung und beschäftigte sich damit, Gefühle bewusster wahrzunehmen. Außerdem ging es um die eigenen Stärken und Ziele – und darum, wie man diese Schritt für Schritt erreichen kann.

Spielangebote am BBG
Spielen verbindet – das zeigte das Projekt „Spielangebote am BBG“. Zunächst probierte die Gruppe zahlreiche Spiele aus, bevor sie diese bei einem Besuch in den benachbarten Seniorenheimen vorstellte. Dort kamen die Ideen bestens an: gemeinsam lachen, knobeln und bewegen brachte Jung und Alt zusammen.
Das Projekt soll auch über die Projekttage hinaus weitergeführt werden.


Bewegte Pause
Mehr Action in den Pausen – das nahm sich das Projekt „Bewegte Pause“ vor. Gemeinsam wurden neue Ideen gesammelt, ausprobiert und Spielgeräte für die Pausenzeit neu organisiert. Auch der Bauwagen, in dem die Geräte gelagert werden, wurde aufgeräumt und eingerichtet. Ziel ist, dass die Schüler:innen das Angebot weiterhin betreuen und so für mehr Bewegung auf dem Schulhof sorgen.
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WaldErlebnis
Mit Lupe, Becher und Notizblock ging es im Projekt „WaldErlebnis“ auf Forschungsreise in den heimischen Wald. Die Teilnehmer:innen untersuchten Boden- und Wasserlebewesen, nahmen Proben und lernten unterschiedliche Lebensräume kennen. Naturwissenschaft hautnah – und mit vielen spannenden Entdeckungen.
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Von der Erde zur Ernte
Im Projekt „Von der Erde zur Ernte“ drehte sich alles um den Boden als Lebensraum. Nach einer Exkursion zur Grünen Schule Dortmund setzten die Schüler:innen das Gelernte direkt in die Tat um: Im Schulgarten entstand eine eigene Kräuterspirale – von der Bodenvorbereitung bis zur Bepflanzung. Ein nachhaltiges Projekt, das sichtbar Früchte trägt.
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Klotopia
Dass auch Schultoiletten kreativ sein können, bewies das Projekt „Klotopia“. Mit Farbe, Bastelideen und handwerklichem Geschick wurden die Räume verschönert und zu einem Ort umgestaltet, an dem man sich wohler fühlt. Die Aktion zeigte: Selbst kleine Veränderungen können einen großen Unterschied machen – und das ganz praktisch im Schulalltag.
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