Sprachenwahl

Latein oder Französisch?

 

In der Jgst. 6/ bzw. 7 (bei G9) muss eine weitere Fremdsprache – Latein oder Französisch – gewählt werden.

Rechtzeitig vor Ende des Schuljahres wird es einen Informationsabend für Eltern und Schüler/innen geben, auf dem die beiden Fächer vorgestellt werden.

In der Woche darauf findet in jeder 5er bzw. 6er Klasse je eine „Schnupperstunde“ in Latein und in Französisch statt, bevor die Kinder sich dann entscheiden müssen.

Französisch:

Parlez vous français? Als eine Sprache, die in vielen Ländern gesprochen wird (z. B. in Frankreich, Luxemburg, Belgien, Schweiz und in weiteren 35 Ländern) ist Französisch als 2. Fremdsprache eine attraktive Wahl im Hinblick auf spätere Berufsqualifikationen oder für ein Studium im Ausland. Darüber hinaus zählt Frankreich zu unseren Nachbarländern und wird häufig auch als Reiseziel gewählt.
Für Schülerinnen und Schüler, die gern Sprachen lernen und anwenden wollen, sollte zudem in Erwägung gezogen werden, dass diese Sprache an einigen Universitäten als Voraussetzung für ein Studium verschiedener Sprachen gilt (z.B. für Spanisch).
Im Unterricht werden das Alltagsleben und aktuelle Ereignisse in Frankreich thematisiert, hierfür ist der aktive mündliche Austausch innerhalb der Lerngruppe von großer Bedeutung. Bei einer lebendigen Sprache wie dem Französischem bietet sich häufig die Möglichkeit eines Schüleraustauschs an, was zum kulturellen Austausch und zum Sprachenlernen natürlich beitragen kann.
Das Sprechen dieser Sprache steht im Vordergrund und verlangt das regelmäßige Lernen von Vokabeln und Grammatikregeln.

Schülerinnen und Schülern, die am kommunikativen Austausch in anderen Sprachen interessiert sind, die zugleich ein gutes akustisches Gehör haben, das ihnen bei der Aussprache nützlich ist und die diszipliniert Vokabeln üben, fällt der Französischunterricht in der Regel leichter.

Latein:

Das Latinum ist oft eine Voraussetzung für etliche Studiengänge. Beispielsweise für Sprachen, Geschichte, Theologie, Archäologie, Kunstgeschichte und Philosophie. Auch in den Wissenschaften Medizin und Pharmazie sind Lateinkenntnisse wichtig.

Im Lateinischen steht die geschriebene Sprache im Vordergrund.
In Grammatik und Aussprache ähnelt Latein dem Deutschen. Im Unterricht werden lateinische Texte ins Deutsche übersetzt. Dadurch kann sich die deutsche Grammatik und Rechtschreibung verbessern, sodass ein positiver Nebeneffekt auf alle anderen schriftlichen Fächer, insbesondere auf Deutsch, entstehen kann. Ein großer Vorteil beim Lernen der lateinischen Sprache ist auch, dass sich der Wortschatz an Fremd- und Lehnwörtern erweitert. Oftmals können wissenschaftliche Texte so leichter verstanden werden. 
Die Übersetzungsarbeit erfordert Konzentration, denn die Satzstrukturen und Wortendungen müssen richtig „entschlüsselt“ werden. Wer sorgfältig arbeiten kann und wem logisches Denken keine allzu große Mühen abverlangt, dem kommt der Lateinunterricht entgegen.

Inhaltlich setzen sich Schülerinnen und Schüler des Lateinunterrichts mit antiken Mythen und Sagen auseinander. Bei der Beschäftigung mit der Sprache werden geschichtliche Zusammenhänge und bekannte Persönlichkeiten aus der Antike behandelt.
Auch im Lateinunterricht ist das regelmäßige, disziplinierte Üben von Regeln und Vokabeln unerlässlich.